Rhinogobius spec. "guangxi"

 

 

Familie: Gobiidae

Wissenschaftlicher

Name:

unbekannt

Deutscher Name:  Rhinogobius spec. "guangxi"
Synonyme:  -
Herkunft: China

 

Beschreibung: Diese Rhinogobiusart ist bisher noch nicht beschrieben.
Eine gewisse Ähnlichkeit mit den Rhinogobius zhoui kann man ihnen nicht absprechen. Ihr Verhalten ist jedoch weitaus ruhiger, die Männchen sind nicht so permanent auf Krawall gebürstet. Sie ähneln in dieser Hinsicht eher der Verspieltheit der Rhinogobius duospilus.
Geschlechterunterscheidung
Beschreibung Männchen Weibchen
Visuelle Unterschiede: Größe: 4,5 cm Größe: 4,5 cm

Die Männchen sind sehr prachtvoll gefärbt. Die Rückenflosse ist rötlich mit einem goldenen Flossenrand, in Balzfärbung sieht man den Banditenstreifen über den Augen sehr deutlich.

Die Weibchen sind nicht ganz so prächtig gefärbt, zeigen aber für Grundeln untypisch ausgesprochen viel Farbe. Die Flossen besitzen einen rötlichen Flossensaum, der, je nach Stimmung, mehr oder weniger deutlich wird.

Rhinogobius spec. guangxi Männchen
Rhinogobius spec. guangxi Weibchen
Haltungsbedingungen
Wasserart: Süßwasser
Härte: mittelhart (ca. 400 µS)
pH-Wert: neutral
Temperatur: 19 - 24° C
Mindestbeckengröße für 1 Gruppe: (mindestens 5 Tiere) 60 x 30 x 30 cm
Beckeneinrichtung:

Bodengrund Sand oder feiner Kies.

Boden mit flachen Steinplatten, höheren Steinen und kleineren Pflanzen strukturieren.

Höher wachsende Pflanzen mit großen Blättern und Wurzeln zum Aufsitzen.

Mässige Strömung.

Sauerstoffreiches Wasser.

Häufige Wasserwechsel sind bei Rhinogobius unerlässlich, da sie aus Fliessgewässern stammen und auf Schadstoffanreicherung mit Pünktchenkrankheit reagieren.


 

Futter:

Lebendfutter wird bevorzugt, aber auch Frostfutter wird genommen. Flockenfutter sollte nur im Notfall gefüttert werden.


 

Vergesellschaftung:

Einer Vergesellschaftung mit anderen Fischen steht nichts im Wege. Die Grundeln interessieren sich fast nur füreinander. Lediglich bei der Vergesellschaftung mit anderen, körperlich ähnlichen Grundeln wie R. duospilus kommt es artübergreifend zu Dominanzgebaren. Größere Probleme gibt es da nicht.

Nicht mit Zwerggarnelen vergesellschaften, diese werden gefressen!


 

Zucht:

Rhinogobius spec. guangxi GelegeDie Zucht ist relativ einfach, wenn man ein paar Dinge beachtet.
Die Herren der Schöpfung neigen, wie bei den R. zhoui, dazu, das Gelege aufzufressen. Sie brauchen nur etwas länger dafür. Meist so nach 5-6 Tagen verliert der Papa offenbar die Geduld und dann ist das Gelege weg.

Ich lasse den Herren die Gelege meist für 4 Tage und nehme es heraus, wenn die ersten Augen zu sehen sind. Dann überführe ich den Brutstein (bei mir sind das Ton-Blumentopfuntersetzer) in ein 25-Liter-Becken mit einer Filtermatte und Luftheber über die Schmalseite. Ich hänge den Untersetzer mit einer Saugnapfklammer gegenüber des Filterauslasses auf und drehe den Auslauss auf höchste Stufe.

Wichtig bei den R. spec. guangxi ist, dass das Wasser kühl ist. Max. 20° C. Es dauert ca. 15 Tage, bis die Jungen schlüpfen und nach dem Schlupf haben die auch noch einen ziemlich großen Dottersack.
Aus diesem Grunde sollte der Boden auch blank sein und von einigen Posthornschnecken immer vom Bakterienfilm gereinigt werden.
Solange die Jungtiere auch mit dem Dottersack schon hüpfen können, sind die vor den Schnecken sicher.
Wenn sie nach dem Schlupf nicht hüpfen, ist es auch besser, wenn sie gefressen werden, weil dann mit ihrer Entwicklung etwas nicht stimmt.

Sobald das Hüpfen in "Flitzen" übergeht, kann man mit Artemia-Nauplien und Copepoden-Nauplien füttern. Grindal, Mikrowürmer und Anverwandte sind nicht empfeglenswert, da diese viel Fett enthalten, aber wenig Nährstoffe, die der Entwicklung der Jungfische förderlich ist. Das Ergebnis sind Spätentwickler mit wenig Farbe und schwammigen Bäuchen.

Mit ca. 3-4 Monaten zeigen die Zwerge Farbe, vorausgesetzt, sie wurden gut ernährt. Man kann bei ca. 2,5 cm Länge bereits die Geschlechter unterscheiden.


 

 

 

 

© by ferraqua
All rights reserved

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok