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Pseudogobiopsis oligactis (Bleeker, 1875)

oligactis m-1
 Familie: Gobiidae
 Wissenschaftlicher Name: Pseudogobiopsis oligactis
 Deutscher Name: Phuketgrundel
 Synonyme :

Eugnathogobius oligactis
Glossogobius campbellianus
Glossogobius mas
Gobiopsis oligactis
Mugilogobius perakensis
Pseudogobiopsis campbellianus
Pseudogobiopsis neglectus

Pseudogobius neglectus
Pseudogobius& neglectus
Stigmatogobius neglectus

Stigmatogobius oligactis
Vaimosa perakensis

 Herkunft: Indien
Thailand
Kambodscha
Malaisia
Brunei
Singapur
Indonesien

Diese kleinen Grundeln haben einen ganz eigenen Charme. Durch ihre Augenbinde assoziiert man sie leicht mit kleinen Banditen. Sie sind aber in ihrem Verhalten weit davon entfernt.
Die Weibchen sind untereinander genau solche Zicken wie alle meine anderen Grundeln auch. Man sieht sie nie zusammen, sie halten immer großen Abstand voneinander. Landen sie einmal beim Füttern dicht beieinander, wird eins sofort vom anderen verjagt.
Auch das Männchen ist ausserhalb der Brut nicht sonderlich gesellig. Dennoch geht alles sehr gemäßigt von statten.
Die Weibchen sind überhaupt nicht scheu. Sie kommen immer gleich an die Scheibe, schwimmen meiner Hand entgegen, wenn ich füttere und nehmen auch größere Aufräumaktionen im Becken nicht übel.
Das Männchen verübelt mir, daß ich ihm immer das Gelege wegnehme. Seitdem betrachtet er mich sehr mißtrauisch. Im Gegensatz zu den A. nesolepis flüchtet er aber nicht, sondern bleibt beim Gelege sitzen, bis ich die Röhre richtig bewege. Dann ergreift er allerdings mit allen Mitteln die Flucht. Deswegen ist es mir bisher nicht gelungen, ihn mit der Röhre umzusetzen. Jedenfalls hält er seitdem Abstand von mir und ist auch nicht mit Futter zu bestechen.

Männchen:
Pseudogobiopsis oligactis MännchenDie Männchen werden bis zu 6 cm groß und haben rot gestreifte Rückenflossen mit einem sehr lang ausgezogenen  1. Flossenstrahl, die Schwanzflosse ist ebenfalls rot gestreift
 Weibchen:
Pseudogobiopsis oligactis WeibchenWeibchen bleiben mit 5 cm etwas kleiner als die Männchen und sind farblos hellbraun bis grau.
Beckeneinrichtung:  
 Wasserart:  Süßwasser
 Härtebereich:  weich bis mittelhart
 pH:  neutral
 Temperatur:  20 - 26° C
 Leitwert:  200 bis 450 µS
Beckengröße:  ab 60 cm Kantenlänge
Bodengrund Sand oder feiner Kies.
Boden mit flachen Steinplatten, höheren Steinen und kleineren Pflanzen strukturieren.
Mit Steinen und flachen Platten Höhlen bauen.
Mittlere Röhren, hinten geschlossen.
Sauerstoffreiches Wasser.
Futter:
Bevorzugt Lebendfutter, nimmt aber auch Frostfutter. Trockenfutter wird eher abgelehnt.

Vergesellschaftung:
Diese Grundel ist trotz ihres furchterregenden Mauls mit den Zähnen sehr friedlich. Ich halte meine zusammen mit Sicyopus jonklaasi und Schismatogobius ampluvinculus in einem Becken. Obwohl letztgenannte sehr klein sind und sicherlich in das Maul der Pseudogobiopsis passen würden, werden sie nicht als Futter betrachtet und größtenteils ignoriert. Bei Kollisionen am Futterplatz gewinnen meist die Schismatogobius, weil sie einfach frecher sind.
Ich habe noch keine Erfahrung sammeln können, wie es mit freischwimmenden Fischen aussieht. Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß diese evtl. als Futter angesehen werden, bin mir aber nicht sicher. Die Sicyopus werden nur dann beachtet, wenn sie auf der Brutröhre landen, aber auch dann nur mit einem unwilligen Kopfschütteln bedacht. Ansonsten reagieren die Pseudogobiopsis nicht einmal auf das Vorbeischwimmen.

Zucht:
Bisher ist es mir noch nicht gelungen, die Larven länger als 8 Tage am Lben zu erhalten. Das Ergebnis beschreibe ich in einem eigenen Zuchtbericht. Michael Taxacher ist es gelungen, eine Larve groß zu bekommen.
Das Gelege sollte nicht zu früh vom Männchen entfernt werden. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen war es immer am nächsten Tag vollständig verpilzt.

 

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