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Rhinogobius rubromaculatus var. rot (Lee & Chang 1996)
  Rhinogobius rubromaculatus Gruppe
 Familie: Gobiidae
 Wissenschaftlicher Name: Rhinogobius rubromaculatus var. rot
 Deutscher Name: Rotpunktgrundel var. rot
 Synonyme : N/A
 Herkunft: Taiwan

Diese Variante der Rhinogobius rubromaculatus ist offenbar auch in Taiwan selbst nicht sonderlich bekannt. Meine Suche nach Informationen ergab sich nicht sonderlich viel. Inzwischen ist mir bekannt, dass es sich um Standortvarianten handelt, die in Schwargewässern vorkommen. Meine Versuche, die inzwischen recht ausgebleichten Tiere wieder zu ihrer ursprünglichen Schönheit zu verhelfen, indem ich sie in Schwarzwasser erbrüte, waren tatsächlich auch von Erfolg gekrönt.

Die Tiere unterscheiden sich in der Farbe und Körperform schon recht deutlich von ihren grauen Verwandten. Sie werden etwas größer, ihr Körper ist etwas langgestreckter. Die Weibchen sind erstaunlich farbig und gar nicht so leicht von den Männchen zu unterscheiden.

Ansonsten ähneln sie aber im Verhalten sehr ihrer grauen Verwandtschaft. Sie sind ausserordentlich zutraulich und neugierig. Bewegt sich etwas vor dem Becken, muss die ganze Meute sofort, übereinanderpurzelnderweis, gucken, was da los ist. Das hat sich bis jetzt auch noch nicht geändert und ist auch beim Nachwuchs so.

Die Männchen sind untereinander leicht ruppig, es kann auch zu ernsten Auseinandersetzungen kommen, wenn man einem den Brutstein entfernt und nicht unmittelbar durch einen neuen ersetzt. Dann sollte man die Kampfhähne für eine Weile trennen, denn sonst kann es zu Verletzungen kommen, die kaum behandelbar sind und zum Tode führen.

Männchen:
Rhinogobius rubromaculatus rot MännchenDie Männchen werden bis zu 6 cm groß und zeigen in der ersten Dorsale im den ersten drei Flossenstrahlen einen blauen Punkt, darüber sind sie rot. die 2. Dorsale und der Schwanz zeigen einen gelblich-weißen Flossensaum.
 Weibchen:
Rhinogobius rubromaculatus rot WeibchenDie Weibchen werden bis zu 5,5 cm groß und ein wenig fülliger. Ihre roten Punkte sind weniger stark ausgeprägt, der Kopf ist etwas runder.
Beckeneinrichtung:  
 Wasserart:  Süßwasser
 Härtebereich:  weich bis mittelhart
 pH:  neutral bis leicht sauer (Schwarzwasser, Torffilterung)
 Temperatur:  18 - 25° C
 Leitwert:  100 bis 250 µS
Beckengröße:  ab 60 cm Kantenlänge
Bodengrund Sand oder feiner Kies.
Boden mit flachen Steinplatten, höheren Steinen und kleineren Pflanzen strukturieren.
Mit Steinen und flachen Platten Höhlen bauen.
Sauerstoffreiches Wasser.
Futter:
Bevorzugt Lebendfutter, nimmt aber auch Frost- und nach Gewöhnung Trockenfutter.
Vergesellschaftung:
Rhinogobius rubromaculatus sind ausgesprochen friedliche Grundeln. Man kann sie mit Fischen ab einer Größe von 4 cm sehr gut vergesellschaften. Zwerggarnelen sollten aber nicht zum Besatz gehören, diese würden gefressen. Ausserdem sollten die anderen Fische natürlich nicht zu groß oder zu aggressiv sein. Und die Wasserwerte sollten überein stimmen.
Zucht:
Die Zucht gestaltet sich bei diesen Grundeln ausserordentlich einfach.
Die Gelege werden unter einen Stein geklebt und von den Männchen befächelt. Sie bestehen aus 40 - 60 Eiern, diese sind ca 7 mm lang. Das Gelege ist erstaunlich unempfindlich. Mir ist bisher noch nicht ein einziges Ei verpilzt, die Jungen schlüpfen bisher immer zu 100 %. Dies mag allerdings abhängig sein vom Alter der Grundeln, bei Jungtieren sind möglicherweise die ersten Gelege noch nicht komplett befruchtet.
Die Jungtiere schlüpfen pünktlich nach 10 Tagen, sind sehr gut entwickelt und fast ohne Dottersack. Sie sitzen von Anfang an auf dem Boden und fressen sofort nach dem Schlupf Artemianauplien und Mikrowürmer.
Ihr Entwicklung ist rasant. Nach drei Monaten zeigen sich schon Geschlechtsunterschiede, nach vier Monaten fand ich im Aufzuchtbecken schon den ersten Nachwuchs des Nachwuchses. Glücklicherweise waren das aber nur zwei Jungtiere.
Die Elter stellen bei mir ihren Jungen nicht sonderlich nach. Ich habe ein paar Wochen nicht so sehr darauf geachtet, ob dort gebrütet wurde und fand plötzlich ca. 80 Jungtiere im Elternbecken, die dort munter zwischen ihren Eltern herumhopsten. Auch ein "hungern lassen" der Elterntiere brachte nicht den gewünschten Erfolg, nämlich, daß sie ihre Jungen fraßen.
Man sollte also ein Auge auf sie haben, damit das Becken nicht plötzlich unter Überfüllung leidet.

 

 

 

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