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Rhinogobius wuyanlingensis (Yang, Wu & Chen 2008)
  Rhinogobius rubromaculatus Gruppe
 Familie: Gobiidae
 Wissenschaftlicher Name: Rhinogobius wuyanlingensis
 Deutscher Name: Blackline-Grundel
 Synonyme : N/A
 Herkunft: China

Es hat bei mir lange Verwirrungen über diese Art gegeben, bis ich sie dann leibhaftig vor mir hatte. Sie sind wirklich unverwechselbar, obwohl es noch eine andere Rhinogobius-Art gibt, die ihnen sehr ähnlich sieht, die aber keine roten Streifen auf der Branchiostegal Membran haben.
Die R. wuyanlingensis sind unter den Rhinogobius etwas sehr besonderes. Nicht nur, dass sie sehr winzig sind, sind sie auch sehr viel schwimmend unterwegs, obwohl sie, wie alle anderen Rhinogobius, keine Schwimmblase besitzen.
Ausserdem sind sie unfassbar neugierig und, was Menschen angeht, völlig distanzlos. Was ich sehr an ihnen liebe! Kommt man ans Becken, stürmen alle nach vorn, um zu gucken, was man da gerade macht. Greift man hinein, sitzen sie einfach auf der Hand herum und will man irgendwo dran, muss man die darauf sitzenden Grundeln erst einmal beiseite schubsen. Ich bin tatsächlich sehr verliebt in die Kleinen. Merkt man, oder?

Männchen:
Rhinogobius rubromaculatus rot MännchenDie Männchen werden bis zu 4 cm groß und zeigen auf der Branchiostegal Membran (unter dem Kiemendeckel) 8 senkrechte, rote Streifen. Der Körper ist mit einem horizontalen, orangen und darunter liegenden schwarzen Streifen gekennzeichnet. Die 1. Rückenflosse ist mit drei schwarzblauen Punkten und darüber liegend mit orange-rotem Rand versehen. Die 2. Rückenflosse ist, je nach Stimmung, transparent bis rot.
 Weibchen:
Rhinogobius rubromaculatus rot WeibchenDie Weibchen werden bis zu 4 cm groß und sind, je nach Stimmung und Bodengrund, sehr hell bis scheckig dunkel gefärbt. Die Rückenflossen zeigen nur einen leichten Farbschimmer. Ihre Branchiostegal Membran isr frei von jeder Zeichnung.
Beckeneinrichtung:  
 Wasserart:  Süßwasser
 Härtebereich:  weich bis mittelhart
 pH:  neutral
 Temperatur:  20 - 25° C
 Leitwert:  180 bis 300 µS
Beckengröße:  ab 60 cm Kantenlänge
Bodengrund Sand oder feiner Kies.
Boden mit flachen Steinplatten, höheren Steinen und kleineren Pflanzen strukturieren.
Mit Steinen und flachen Platten Höhlen bauen.
Sauerstoffreiches Wasser.
Futter:
Bevorzugt Lebendfutter, nimmt aber auch Frost- und nach Gewöhnung Trockenfutter.
Vergesellschaftung:
Rhinogobius wuyanlingensis sind sehr friedliche, sehr kleine Grundeln. Man sollte bei der Vergesellschaftung darauf achten, dass die anderen Fische nicht zu verfressen sind und natürlich nicht zu groß oder gar agressiv.
Wichtigstes Kriterium zur Vergesellschaftung: Wasserparameter müssen passen!
Zucht:

wuyanlingensis gelege 6tage 1Die Zucht ist relativ einfach, auch wenn es bei der Balz nicht gar so einfach aussieht :-) Es wird bevorzugt unter flachen Steinen oder Blumentopfuntersetzern gelaicht. Das Ablaichen dauert in der Regel 2-3 Tage. Nicht stören in dieser Zeit!
Die Gelege bestehen aus bis zu 180 sehr winzigen Eiern mit einem Durchmesser von ca. 1 mm. Bis zum Schlupf betreut das Männchen die Eier sehr gewissenhaft. Es dauert, je nach Wassertemperatur, ca. 11-13 Tage, bis die Larven schlüpfen.

 

 wuyanlingensis larve tag1Die Larven sind pelagisch und ca. 3,5 mm lang. Sie fressen Artemia, sobald der Dottersack aufgebraucht ist.
Wie lange sie bis zur Geschlechtsreife bentigen, weiß ich zur Zeit noch nicht.

 

 

 

 

 

 

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