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Rhinogobius formosanus (Ho & Shao 2011)
  Rhinogobius formosanus
 Familie: Gobiidae
 Wissenschaftlicher Name: Rhinogobius formosanus
 Deutscher Name: Blaubauchgrundel
 Synonyme : Rhinogobius nagoyae formosanus
Rhinogobius similis
Rhinogobius brunneus
 Herkunft: Taiwan
Vorweg ein Hinweis: Diese Art wird gern als Rhinogobius nagoyae formosanus bezeichnet. Diese Namensgebung existiert aber nicht. Auch bei Fishbase ist dies falsch eingetragen. Gültig ist die Bezeichnung Rhinogobius formosanus.

Diese Grundel wird sehr selten nach Deutschland importiert. Schade, denn sie sind ausgesprochen hübsch, wenn auch nicht gerade bunt. Ihr Verhalten ist Rhinogobius-typisch neugierig und zutraulich. Die Männchen sind wenig territorial, es gibt keine Probleme, eine größere Gruppe zu halten.
Es ist erstaunlich für so eine große Grundel, wie friedlich diese Tiere sind. Vergesellschaftung mit anderen Fischen ist kein großes Problem. Selbst meine jungen Pseudomugil gertrudae mit einer Größe von 3 cm blieben völlig unbehelligt.
Männchen:
Rhinogobius formosanusDie Männchen werden bis zu 12 cm groß und sind deutlich größer als die Weibchen.Die 1. Rückenflosse weist einen deutlich verlängerten 1. Flossenstrahl in gelb auf.
 Weibchen:
Die Weibchen werden bis zu 9 cm groß und bekommen bei Laichbereitschaft einen leuchtend blauen Bauch. Die 1. Dorsale ist kurz und rund.
Beckeneinrichtung:  
 Wasserart:  Süßwasser
 Härtebereich:  mittelhart bis sehr hart (Brackwasser)
 pH:  neutral
 Temperatur:  18 - 25° C
 Leitwert:  500 bis 2250 µS
Beckengröße:  ab 80 cm Kantenlänge
Bodengrund Sand oder feiner Kies.
Boden mit flachen Steinplatten, höheren Steinen und kleineren Pflanzen strukturieren.
Mit Steinen und flachen Platten Höhlen bauen.
Sauerstoffreiches Wasser.
Futter:
Bevorzugt Lebendfutter, nimmt auch Frostfutter und nach Gewöhnung auch Trockenfutter. Letzteres sollte die Ausnahme bleiben.
Vergesellschaftung:
Diese Grundeln sind ausgesprochen friedlich und leicht mit anderen Fischen zu vergesellschaften. Die Mitbewohner sollten nicht zu klein sein, denn die Grundeln besitzen ein relativ großes Maul. Unter 2,5 cm sollten die Beifische nicht sein.
Zucht:

Die Zucht verläuft ähnlich wie bei den R. leavelli.
Die Gelege sind sehr umfangreich, ca. 3000 Eier.

Die Larven schlüpfen nach 4 Tagen und sind freischwimmend bei 2,5 mm Größe. Sie brauchen leichtes Brackwasser (4-6g / l) und sollten auch so lange in diesem Brackwasser verbleiben, bis sie komplett an das Bodenleben angepasst sind. Erst dann darf man sehr langsam auf Süßwasser umstellen.

Aufgezogen werden die Larven mit Rädertierchen (Brachionus plicatilis). Versuche, die mit Pantoffeltierchen aufzuziehen, schlugen fehl.Rhinogobius formosanus Larve

Der kritische Punkt tritt auch bei diesen Larven am 10. Tag ein. Bis dahin reduziert sich die Anzahl der Larven deutlich auf ca. 150 - 200. Sie wachsen sehr langsam. Ab dem 11. Tag nehmen vereinzelte Larven Artemia-Nauplien, aber die Fütterung mit Brachionus bleibt auch zu diesem Zeitpunkt unerlässlich.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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