Rhinogobius cf. nandujiangensis

 

 

Familie: Gobiidae
Wissenschaftlicher Name: Rhinogobius cf. nandujiangensis

(Chen, Miller, Wu & Fang 2002)
Deutscher Name: n/a
Synonyme: n/a
  Herkunft: Hainan Island, China

 

Beschreibung:

Diese kleine Grundelart kommt immer wieder als "Rhinogobius wui" oder "Rhinogobius duospilus" bzw. Weißwangengrundel in den Handel. Sie ist allerdings deutlich kleiner als o.g. Art, nur 4 cm groß und auffälliger gefärbt.

Der erste Hinweis darauf, daß es sich um eine Rhinogobius cf. nandujiangensis handelt, sind die relativ breiten, senkrechten roten Streifen auf den Branchio Stegalmembranen und ein leicht verkürzter Kiemendeckel, der die Streifen darunter deutlich hervor treten lässt.

Die Färbung unterscheidet sich ebenfalls von R. duospilus, denn die Rückenflossen der R. nandujiangensis sind farbiger, meist leuchtend orange-rot, mit einem helleren Flossensaum. Der sonst weiße Fleck an den Brustflossen und an der Schwanzwurzel isz bei dieser Art häufig eher rosa. Zusätzlich hat diese Art einen leuchtend blauen Fleck an den Brustflossen, dies gilt für beide Geschlechter. Dieser Fleck ist aber, je nach Bodengrundfarbe, nicht immer deutlich zu sehen.

Die Art unterscheidet sich ansonsten im Verhalten kaum von den R. duospilus. Sie sind ausgesprochen zutraulich und neugierig, zicken untereinander ständig herum und hängen an der Scheibe, um nur ja nichts von dem zu verpassen, was draussen vorgeht.

Sie sind sehr gut für kleinere Aquarien (40 x 25 x 25) geeignet, da sie selbst recht klein sind und die Männchen nicht allzu territorial.

Geschlechterunterscheidung Männchen Weibchen
  Größe: 4 cm   Größe: 4  cm  

Visuelle Unterschiede:



Männchen haben orange-rote Rückenflossen mit einem blau-gelben Fleck in den ersten beiden Flossenstrahlen der 1. Rückenflosse.

Ausserdem markante 8 senkrechte, rote Streifen auf den Branchio Stegalmembranen.

Die Weibchen besitzen einen auffällig hellblauen Flossenrand, sind aber ansonsten eher unauffällig, einfarbig grau.

Rhinogobius nandujiangensis male
Rhinogobius nandujiangesis female
Haltungsbedingungen
Wasserart: Süsswasser
Härte: weich bis hart
pH-Wert: neutral
Temperatur: 18 - 26° C

Mindestbeckengröße für 1 Gruppe (mindestens 5 Tiere):

40 x 25 x 25 cm
Beckeneinrichtung: Bodengrund Sand oder feiner Kies.
Boden mit flachen Steinplatten, höheren Steinen und kleineren Pflanzen strukturieren.
Höher wachsende Pflanzen mit großen Blättern und Wurzeln zum Aufsitzen.
Kräftige Strömung.
Sauerstoffreiches Wasser.
Futter: Bevorzugt Lebendfutter, nimmt aber auch Frostfutter.
Vergesellschaftung: Mit nicht zu großen und sensiblen Fischen kein Problem. Diese Art ist sehr friedlich.
Zucht: Die R. cf. nandujiangensis zeigen sich beim Laichen beinahe so zickig wie die R. zhoui. Es bedarf schon einiger Überredungskunst, sie zum laichen zu bewegen. Auch sind die Gelege etwas fragiler als bei anderen duospilus-ähnlichen. Deswegen ist es bei dieser Art sehr sinnvoll, das Gelege so lange als möglich beim Vater zu lassen.

Die fertigen Jungtiere schlüpfen bei 24° nach 10 - 12 Tagen mit einem sehr großen Dottersack. Dieser wird innerhalb von 3-5 Tagen aufgebraucht.

Die Jungtiere sind von Beginn an bentopelagisch und nehmen, sobald der Dottersack verbraucht ist, Artmianauplien und kleine Zyklops, aber der 2. Woche auch Grindal. Sie wachsen etwas langsamer als R. duospilus, aber sie sind ja auch etwas kleiner.

 

 

 

 

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