Rhinogobius formosanus

 

 

Rhinogobius formosanus Familie: Gobiidae

Wissenschaftlicher

Name:

Rhinogobius formosanus

(Oshima, 1919)

Deutscher Name: nicht bekannt
Synonyme: Rhinogobius nagoyae formosanus
Rhinogobius similis
Rhinogobius brunneus
 
Herkunft:

Taiwan

 

Beschreibung: Vorweg ein Hinweis: Diese Art wird gern als Rhinogobius nagoyae formosanus bezeichnet. Diese Namensgebung existiert aber nicht. Auch bei Fishbase ist dies falsch eingetragen. Gültig ist die Bezeichnung Rhinogobius formosanus.

Diese Grundel wird sehr selten nach Deutschland importiert. Schade, denn sie sind ausgesprochen hübsch, wenn auch nicht gerade bunt. Ihr Verhalten ist Rhinogobius-typisch neugierig und zutraulich. Die Männchen sind wenig territorial, es gibt keine Probleme, eine größere Gruppe zu halten.
Es ist erstaunlich für so eine große Grundel, wie friedlich diese Tiere sind. Vergesellschaftung mit anderen Fischen ist kein großes Problem. Selbst meine jungen Pseudomugil gertrudae mit einer Größe von 3 cm blieben völlig unbehelligt.
Geschlechterunterscheidung
  Männchen Weibchen
Visuelle Unterschiede: Größe: bis 11 cm Größe:  bis 9 cm
Die Männchen sind deutlich größer als die Weibchen.Die 1. Rückenflosse weist einen deutlich verlängerten 1. Flossenstrahl in gelb auf.
Die Weibchen bekommen bei Laichbereitschaft einen leuchtend blauen Bauch. Ansonsten sind sie gute 2 cm kleiner als die Männchen und die 1. Dorsalen ist kurz und rund.
 
Rhinogobius formosanus
Haltungsbedingungen
Wasserart: Süsswasser, Brackwasser
Härte: ab 10° dGH
pH-Wert: neutral
Temperatur: 18 - 25° C

Mindestbeckengröße für 1 Gruppe

(mindestens 5 Tiere):

80 x 40 x 35
Beckeneinrichtung:

Bodengrund Sand oder feiner Kies.

Boden mit flachen Steinplatten, Tonröhren, höheren Steinen und kleineren Pflanzen strukturieren.

Höher wachsende Pflanzen mit großen Blättern und Wurzeln zum Aufsitzen.

Kräftige Strömung.

Sauerstoffreiches Wasser.

 
Futter: Bevorzugt Lebendfutter, nimmt auch Frostfutter und nach Gewöhnung auch Trockenfutter. Letzteres sollte die Ausnahme bleiben.
Vergesellschaftung: Diese Grundeln sind ausgesprochen friedlich und leicht mit anderen Fischen zu vergesellschaften. Die Mitbewohner sollten nicht zu klein sein, denn die Grundeln besitzen ein relativ großes Maul. Unter 2,5 cm sollten die Beifische nicht sein.
Zucht: Die Zucht verläuft ähnlich wie bei den R. leavelli.
Die Gelege sind sehr umfangreich, ca. 3000 Eier.

Die Larven schlüpfen nach 4 Tagen und sind freischwimmend bei 2,5 mm Größe. Sie überleben in Süßwasser.

Aufgezogen werden die Larven mit Rädertierchen (Brachionus plicatilis). Versuche, die mit Pantoffeltierchen aufzuziehen, schlugen fehl.


Rhinogobius formosanus LarveDer kritische Punkt tritt auch bei diesen Larven am 10. Tag ein. Bis dahin reduziert sich die Anzahl der Larven deutlich auf ca. 150 - 200. Sie wachsen sehr langsam. Ab dem 11. Tag nehmen vereinzelte Larven Artemia-Nauplien, aber die Fütterung mit Brachionus bleibt auch zu diesem Zeitpunkt unerlässlich.
 

 

 

 

 

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