Rhinogobius candidianus

Rhinogobius candidanus
Familie: Gobiidae

Wissenschaftlicher

Name:

Rhinogobius candidianus

(Regan, 1908)

Deutscher Name: unbekannt
Synonyme: Ctenogobius candidianus
Rhinogobius taiwanus 
Herkunft:

China

Vietnam

Thailand

 

Beschreibung:

Die Tiere sind untereinander recht friedlich. Ich hielt drei Paare auf einer Fläche von 100 x 40 x 40 und dies funktioniert sehr gut. Natürlich gehört das gegenseitige Anzicken und Jagen zum typischen Grundelverhalten. Das sollte man nicht zu ernst nehmen.
Sie sind, wie alle Rhinogobius, ausgesprochen neugierig und "anhänglich". Kommt man ans Becken, stürmen alle gleich nach vorn und gucken, was da los ist. Auch bei Arbeiten im Becken sind sie nicht zu vertreiben.

Nach einer Trennung der mir verbliebenen 2 Paare setzte ich ein verwitwetes Männchen wieder zu den anderen beiden zurück. Ich war sehr erstaunt über die Reaktion des Weibchens, die sich sichtlich freute und dem Männchen nicht mehr von der Seite wich. Zwei Tage später hatte ich zum ersten Mal in zwei Jahren ein Gelege an der Scheibe kleben.

Offensichtlich hatte ich versehentlich die falschen Partner zusammen gesetzt, was mir aber nicht bewusst war, weil man die Tiere äusserlich kaum unterscheiden kann. Möglicherweise ist die Partnerwahl nicht nur auf das Vorhandensein eines Partners beschränkt, sondern die Tiere bleiben zusammen.

Geschlechterunterscheidung
Beschreibung Männchen Weibchen
Visuelle Unterschiede: Größe: 10 cm Größe: 10 cm
Der Geschlechterunterschied ist nicht besonders deutlich.
Bei den Männchen ist der erste Strahl der Dorsale etwas länger ausgezogen, bei den Weibchen ist die Dorsale eher rundlich.
Rhinogobius candidianus Männchen Rhinogobius candidianus Weibchen
Haltungsbedingungen
Wasserart: Süßwasser
Härte: weich bis hart
pH-Wert: neutral
Temperatur: 22 - 28° C
Mindestbeckengröße für 1 Gruppe (mindestens 5 Tiere): 80 x 35 x 40 cm
Beckeneinrichtung:

Bodengrund Sand oder feiner Kies.

Boden mit flachen Steinplatten, höheren Steinen und kleineren Pflanzen strukturieren.

Höher wachsende Pflanzen mit großen Blättern und Wurzeln zum Aufsitzen.

Kräftige Strömung.

Sauerstoffreiches Wasser.

 


 

Futter:

Die Tiere fressen vorzugsweise Lebendfutter. Zwischendurch angebotenes Frostfutter wird bei mir nur widerwillig angenommen, Trockenfutter überhaupt nicht.

Sie haben sehr große Mäuler, in welche viel hineinpasst. Die Vergesellschaftung mit Fischen bis 6 cm ist nicht empfehlenswert, ebenso sollte man keine Zwerggarnelen mit ihnen halten wollen.
Zwischendurch fressen meine sehr gern einmal kleinere Regenwürmer und Heimchen.


 

Vergesellschaftung:

Eine Vergesellschaftung mit Fischen unter 4 cm verbietet sich bei den großen Mäulern der Grundeln von selbst. Sie sind großartige Jäger und sehr schnell.

Fremde Arten interessieren sie nicht wirklich. Allerdings sollten die Mitbewohner mit dem ständigen Gezicke zurechtkommen und abei nicht unter Streß geraten.

Territoriale Bodenbewohner sind nicht sonderlich zur Vergesellschaftung geeignet.


 

Zucht:

Leider haben sich meine bisher noch nicht entschliessen können, sich zu vermehren. Aber ich arbeite daran.
Einen Zuchtbericht kann man aber hier nachlesen:
Zuchtbericht Rhinogobius candidianus


 

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