Chlamydogobius ranunculus

fleissranuncel
Familie: Gobiidae
Wissenschaftlicher Name: Chlamydogobius ranunculus

(Zietz, 1896)
Deutscher Name:  
Synonyme:  
Herkunft: Australien

 

Beschreibung:

Diese winzigen Grundelchen sind relativ schreckhaft. Es empfiehlt sich, sich sehr viel mit ihnen zu beschäftigen, damit sie mehr Ruhe bewahren, wenn man ans Becken kommt.
Diese Art droht uns in der Aquaristik auszusterben, was ausgesprochen schade wäre. Durch ihre "Unscheinbarkeit" geraten diese Winzlinge schnell ins Hintertreffen. Aber wenn die einmal weg sind, bekommen wir nie wieder welche. Deswegen ist es ausgesprochen wichtig, sie wieder etwas mehr zu verbreiten.

Auch wenn sie etwas unscheinbar wirken, sind sie doch sehr niedlich in ihrem Verhalten, sobald sie ihre Ängstlichkeit abgelegt haben.

Geschlechterunterscheidung
Beschreibung Männchen Weibchen
Visuelle Unterschiede: Größe: 4 cm   Größe: 4 cm  
Bei den Männchen ist die erste Rückenflosse gelb-blau gefärbt. Die Weibchen haben nur einen kleinen, blauen Fleck in der ersten Rückenflosse. Chlamydogobius ranunculus Männchen Chlamydogobius ranunculus Weibchen
Haltungsbedingungen
Wasserart: Brackwasser
Süßwasser
Härte: Sehr hart! (Mindestens 1000 - 1300 µS)
pH-Wert: 7 - 8 pH
Temperatur: 10° - 25°C
Mindestbeckengröße für 1 Gruppe (5 Tiere): 40 x 25 x 25 cm
Beckeneinrichtung:

Bodengrund Sand oder feiner Kies.

Boden mit flachen Steinplatten, höheren Steinen und kleineren Pflanzen strukturieren.

Evtl. Röhren zum Brüten.

Höher wachsende Pflanzen mit großen Blättern und Wurzeln zum Aufsitzen.

Mäßige Strömung.

Sauerstoffreiches Wasser.

 

Futter:

Diese Grundeln fressen einfach alles, was in ihr Maul passt. Lebendfutter, Frostfutter, Flockenfutter, Algenaufwuchs, Detritus... es gibt nichts, was eine Chlamydogobius ranunculus nicht fressen würde. Das macht ihre Überlebensstrategie so erfolgreich.

Vergesellschaftung:

Einer Vergesellschaftung mit in der Größe passenden, friedlichen Fischen steht nichts entgegen. Es verleiht den Zwergen mehr Sicherheit und macht sie weniger schreckhaft.

Zucht:

Chlamydogobius ranunculus Männchen mit GelegeEs dauert eine kleine Weile, bis die Herrschaften sich zur Vermehrung bequemen. Sie sind dann meist schon ca. 1 Jahr alt und so mancher Halter glaubt bis dahin schon, es wird nie was. Aber dann, plötzlich, legen sie los!

Die Gelege bestehen oft aus 100 - 150 Eiern, weil mehrere Weibchen gleichzeitig laichen. Bei einer Temperatur von ~22° brauchen die Jungtiere 8-10 Tage bis zum Schlupf.

Das Männchen sitzt in dieser Zeit sehr fest unter dem Gelege und kommt nicht einmal zum Fressen heraus. Und obwohl die C. ranunculus von Hause aus sehr scheu und schreckhaft sind, ist er von dem Gelege nicht wegzubewegen, selbst, wenn man die Röhre woanders hinsetzt.

 

Die Kleinen schlüpfen komplett fertig und ohne Dottersack. Sobald sie aus der Eihülle sind, fressen sie Artemia, Pantoffeltierchen, Rettichtierchen, Mikrowürmer (nicht empfehlenswert, weil viel zu fett!) und auch sonst alles, was ins Maul passt.

 

Sie wachsen recht zügig und sind mit 3-4 Monaten abgabefähig.

Es empfiehlt sich, die Jungtiere so zu setzen, dass sie "Gesichtkontakt" zum Menschen haben, da sie ansonsten zu schreckhaften, springenden kleinen Monstern heranwachsen, die man nie zu Gesicht bekommt. Das ist dann sehr schade, weil sie dann auch bei jeder Bewegung aus dem Becken springen. Beschäftigt man sich von kleinauf mit ihnen, werden sie genauso zutraulich wie andere Grundeln.

  

 

 

 

 

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