| Beschreibung: |
Als ich meine Tiere bekam, wusste ich nichts über sie. Nicht einmal den Namen, nur, daß sie zu den Eleotris zählen, war unverkennbar.
Die Tiere sind untereinander recht ruppig und ihr Verhalten den anderen Mitbewohnern gegenüber entsprechend vorsichtig. Die Balz erinnert eher an "der widerspenstigen Zähmung", das Weibchen ziert sich unbeschreiblich, lockt das Männchen aber aus sicherer Entfernung dennoch immer wieder an.
Sie sind erstaunlich zutraulich. Der Beschreibung im Mergus, die Tiere seien scheu und versteckt, kann ich nicht zustimmen. Bei mir kommen beide, sobald ich an das Becken komme, sofort in meine Richtung geschwommen und wenn ich den Deckel öffne, hängen sie gleich unter meiner Hand, um Futter entgegen zu nehmen. Auch Arbeiten im Becken sind mit Vorsicht auszuführen, weil sie auch bei heftigen Bewegungen nicht flüchten. Statt dessen wuseln sie um meine Hand herum und schauen genau, was sich da gerade abspielt.
Ein wenig Vorsicht ist beim Hantieren im Becken geboten, denn sie haben scharfe Zähne. Wenn sie die Hand mit etwas Fressbarem verwechseln, kann das schon weh tun.
Besonders auffällig an ihrem Verhalten finde ich, daß sie entweder sehr kurzsichtig sein müssen oder ein stark eingeschränktes Gesichtsfeld haben. Selbst, wenn man Futter direkt vor ihrer Nase fallen lässt, sehen sie das nicht. Sie konzentrieren sich allerdings bei mir auch immer sehr auf den Löffel, mit dem das Futter kommt und nehmen dieses gern direkt vom Löffel.
Ich bezeichne sie übrigens gern als meine aquaristischen Cockerspaniel :-) Wenn ich ans Becken herankomme und sie nicht gerade in tiefste Tagträume versunken sind (dann nehmen sie absolut nichts um sich herum wahr), stürzen sie an die Scheibe und der ganze Fisch wackelt wie ein wedelnder Hundeschwanz vor Aufregung. Egal, ob ich die rote Futterschüssel in der Hand halte oder nicht.
Insgesamt sind die Tiere sehr unkompliziert, solange sie allein gehalten werden. Auch wenn sie keine auffälligen Farben zeigen, empfinde ich sie in ihrer Art, sich zu bewegen und zu verhalten, als wunderschön.
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| Beckeneinrichtung: |
Der Bodengrund kann aus Sand oder feinem Kies bestehen. Eine gute Strukturierung ist unabdingbar, denn sie sind untereinander relativ aggressiv. Höhere Steine, mittelgroße Pflanzen und Wurzeln bieten ausreichend Rückzugmöglichkeiten für untergeordnete Tiere.
Obwohl ich ihnen eine Tonröhre ins Becken gelegt habe, bevorzugt mein Männchen flache Steine, um darunter Höhlen zu graben.
Strömung wird hingenommen, scheint aber nicht unbedingt notwendig zu sein.
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| Futter: |
Ich habe noch nicht versucht, etwas anderes als Lebendfutter zu füttern. Ich bezweifle allerdings auch, daß die Tiere Flockenfutter annehmen würden. Frostfutter könnte ich mir allerdings durchaus vorstellen, da sie ausgesprochen verfressen sind.
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| Vergesellschaftung: |
Der Freund, der mir die Tiere mitgebracht hat, hat gleich sehr schlechte Erfahrungen mit ihnen gemacht. Er hatte sie über Nacht mit einigen Bodensalmlern in einem Becken. Die Bodensalmler waren am nächsten morgen alle tot.
Bei mir machten sie im Becken zunächst einen sehr ruhigen Eindruck, wenn sie auch untereinander nicht wirklich freundlich sind. Mit anderen Fischen würde ich sie aber nicht vergesellschaften. Ich glaube nicht, daß sie dann lange so ruhig blieben.
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